All Win für die Wohlfahrt der Tiere

Menschen machen es sich sehr einfach mit der Vorstellung, welche Entscheidungen Tiere treffen würden, indem wir nur unsere Sichtweise einbeziehen, bei Dingen, die Tiere und ihr Wohlergehen betreffen.

Rechtmäßig sollten All Win Lösungen in Fragen zwischen Menschen und Tiergruppen gleichen Gewinn (Profit) für Menschen ebenso wie für Tiere einschließen. Oft ist ensteht jedoch das Problem, dass Entscheidungen in Bezug auf die Wohlfahrt der Tiere nur in Bezug auf einen zu erzielenden finanziellen Gewinn gemacht werden.

Kürzlich las ich einen Artikel über Elefanten, der den Titel hatte: "Ändere den Konflikt in eine Win-Win Lösung". Nachdem die Probleme der Getreide vernichtenden Elefanten erklärt wurde, lobte der Autor Initiativen überall in Afrika, in denen dornige Zäune, Pfeffer-.Bomben, Wachtürme und massive Gräben es den Elefanten unmöglich machten, ihr geschütztes Gebiet zu verlassen. Durch ihren geschützten Status können Elefanten nicht mehr erschossen werden. Der Mangel an natürlichen Feinden, abseits von Menschen, vermehrte ihre Anzahl so sehr, dass Elefanten auf ihrer Futtersuche aus ihren natürlichen Reservaten buchstäblich herauswuchsen.

Eine Lösung ist unbedingt notwendig, aber die gelobten Initiativen sind ganz klar Kriegstechniken. Und Krieg kann niemals eine All-Win Lösung sein. Tatsächlich ist der Gewinn für die Elefanten sehr viel kleiner als für die Menschen. Wie auch immer, ich gestehe mir zu, über eine wirkliche All Win Lösung in dieser Sache nachzudenken. Einfach gut bezahlenden Touristen zu erlauben, die für ein natürliches Reservat tragbare Anzahl von Elefanten zu töten, fühlte sich ebenfalls nicht richtig an. Würde es nicht gut sein, die Elefanten um einen Tisch zu versammeln? Oder, mit anderen Worten, jemanden einzuladen, der sie wirklich repräsentieren könnte?

Hier sehe ich die Herausforderung bei Projekten für ein intuitives Wohlergehen von Tieren. Wie können wir unseren anpassungsfähigen Intellekt auf eine Weise anwenden, dass wir das Erleben von Tieren in einer ehrlichen und fairen Weise einbeziehen?

Ich wage zu sagen, dass viele Menschen sehr viel friedvoller mit ihren Tierkameraden leben könnten, wenn sie nur aufrichtig deren Bedürfnisse mit einbeziehen würden. Visionäre meditative Techniken, in denen man sich selbst in ein spezielles Tier einfühlt, könnten helfen, zu verstehen, was Tiere brauchen. Sehr intuitive Menschen können uns informieren über Aktivitäten von Tieren und geben uns Einsichten in ihre Empfindungen und den Zustand der Welt. Außerdem unterstützt diese Vorgehensweise Menschen, sich selbst zu erfahren.

Um dieses Verständnis zu erreichen, versuchen wir zunächst, den Zwischenraum zu überwinden, zwischen wissenschaftlich objektiv und intuitiv korrekt, aber subjektiven Anschauungen über die Wohlfahrt der Tiere. Wir veröffentlichen Artikel über Erfahrungen, in denen intuitive Informationen mit den normalen Informationen vergleichbar sind. Wir diskutieren umsichtiges Verhalten im Tierschutz und unterstützen Organisationen, die Umwelt-Beobachtungen durchführen. Wir arbeiten an Methoden, wie man intuitiv die Wohlfahrt für Tiere ausbauen kann. Und nicht zuletzt trainieren wir uns selbst für die Freude an einem friedvollen Zusammenleben mit Tieren.


Boris van Oirschot,
Januar, 2003

  • De Olifant 8 (2), August 2002, pp. 4-10.
  • Holländisches Magazin über Elefanten und ihren Schutz.